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(財)日独協会 事務局Blog





Sprachcafé Dezember: Kultur! 12月のシュプラッハ・カフェ:文化! :: 2019/01/10(Thu)

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Anders als in den vergangenen Sprachcafés,
haben wir uns dieses Mal mit einem absichtlich
weit gefassten Thema beschäftigt: Kultur.
Und tatsächlich begegnet uns Kultur überall:
Wir sprechen von Beethoven, Bach, Goethe und nennen
es deutsche Kultur, wir denken an Samurai, Geishas,
Sōseki oder Mishima und nennen es japanische Kultur;
ob wir lesen, sprechen, Bahn fahren, spazieren gehen
– Kultur scheint allgegenwärtig und
ohne Unterlass bemühen wir sie im Gespräch;
aber was bedeutet eigentlich der Begriff Kultur?
Welche Vorstellung haben wir als Menschen
unterschiedlicher Herkunft von Kultur?
Und was ist Teil der eigenen Kultur?
So kamen wir ins Gespräch.

Für meinen Vortrag habe ich übrigens
einen analytischen, vielleicht zu formellen Einstieg
in das Thema gewählt, indem ich verschiedene
Positionen aus der Anthropologie und Kulturwissenschaft
vorgetragen und erläutert habe.
Nichtsdestotrotz folgten die Teilnehmer der,
wenn auch schwierigen, Thematik sichtlich mit Interesse;
auch die Diskussion kam rasch und ohne Mühe in Gang,
ein weit gefasstes Thema bietet schlichtweg auch viel Raum
für Anmerkungen und Aussprache.
Allerdings standen wir auch gewissen Schwierigkeiten
gegenüber: Da Kultur ein sehr weites Feld an Dingen bzw.
Eindrücken umfassen kann, fiel es mitunter schwer,
war es vielleicht auch gar nicht möglich, nicht im
Gespräch auf andere Felder umzuschwenken;
so haben wir z.B. auch über die Wahrnehmung von Krieg
und Geschichte gesprochen und hierauf ganz
unwillkürlich uns in diese Richtung weiter orientiert;
ein andermal ging es dann um die Zeitrechnung,
wobei ich überrascht war zu erfahren, dass die
japanischen Teilnehmer die Jahreszahlen in
Regierungsperioden des Tennōs zuerst nannten, und
anschließend in Zahlen des Christlichen Kalenders
umrechneten; dass die japanische Art die Jahre zu
zählen offenbar auch im Alltag noch in Gebrauch ist,
hatte ich um aufrichtig zu sprechen nicht erwartet.

Schlussendlich verlor sich die Diskussion ein
wenig im Unbestimmten, was andererseits vielleicht nicht
zu vermeiden ist, bei einem derart komplexen,
weitreichenden Thema. Was den Teilnehmern,
ich hoffe es wenigstens, in Erinnerung bleiben wird,
ist der Umstand, dass das Wort Kultur zwar wie
selbstverständlich gebraucht wird, nach genauerer
Betrachtung jedoch eine kaum bewusst wahrgenommene
Tiefe und Komplexität erahnen lässt.
Für gewöhnlich erachtete Dinge im Alltag
mit neuem Blick sehen – darin liegt wohl ein Reiz nicht
allein des Sprachcafés, sondern jeder Art von Gespräch.


今までのシュプラッハ・カフェと少し違って、
今回は結構幅広いテーマを意識的に選びたい
と思った。テーマは文化だった。文化は本当に
何処でも見られるし、出会える。ベートーベンやバッハ、
ゲーテはいつもドイツ文化だと言われ、私たちが
日本文化と呼び、思い浮かべるのは、侍、芸者、
漱石、三島だろう。読んでも、話しても、電車に乗っても、
散歩しても、何時でも何処でも文化があるし、
会話していても、思わず何度も「文化」という言葉を
使うけれど、考えてみれば文化とは一体何だろうか? 
違う国から来た人は、文化にも違うイメージを持っているかな?
そして、自分の文化には何があるのか? 
それから話が始まった。

文化学と人類学における文化の定義や立場を
教えることで、私のプレゼンを分析的で少し
複雑に始めることを選んだ。それでも、参加者は
難しいテーマについてのプレゼンを興味深そうに
聴いてくれて、ディスカションもごく自然に始まった。
確かに、幅広いテーマでは、話すことや考えることが
沢山あるはずだ。でも、問題もあった。文化ということには
物凄く沢山の事と印象が入っているから、少し
違う内容も話題になってしまうのは仕方ない。
例えば、戦争と歴史の認識についても話が広がっていった。
その上、記憶法も話題になった。私にとって一番
驚いたことは、日本人の参加者はまず日本の年号
(天皇陛下の在位の期間を表す)を思いついて、その後、
西洋暦に変更していた。伝統的な日本の数え方が今でも
使われることは、正直にいうと私は予想もしなかった。

結局ディスカションは少し曖昧な所に脱線してしまった。
でも、こんなに複雑で幅が広いテーマにしたら、
避けることが出来ないことかもしれない。
私が参加者に考えて欲しかったのは、文化とは
日常で自然に使っている言葉だけれども、考えてみれば
よく分からない深さと複雑さを含んでいる。普通の物事を、
新しい目で見ること、それが多分
シュプラッハ・カフェだけでなく、
様々な語り合いの魅力かもしれない。

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Es war einmal in der Sprachkneipe 昔、昔、シュプラハ・クナイペに。 :: 2019/01/08(Tue)

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Was ist der wohl beliebteste Buchexport Deutschlands?
– Die weltweit bekannten Kinder- und Hausmärchen
der Gebrüder Grimm. Selbst in Japan kennt man die
gelä ufigsten dieser Märchen, zumindest in groben
Zügen; erst recht durch die zahllosen Disney-Adaptionen
fanden Märchen wie etwa Dornröschen, Rapunzel
oder Schneewittchen auch vonseiten eines
globalen Publikums Beachtung. Geschichten, die jeder überall
kennt, so denkt man gemeinhin in Deutschland. Aber was hat es
wirklich mit diesen Märchen auf sich? Wer kennt heute
noch die Editionsgeschichte?
Und was ist ein sogenanntes „Märchen“ denn überhaupt?

Während unserer letzten Sprachkneipe
dieses Jahres, haben wir uns ebenfalls solcherlei
Fragen gestellt. Zunächst habe ich getestet,
ob die Teilnehmer denn einschlägige Märchen
überhaupt kennen; und wirklich haben sie Märchen
wie etwa Rotkäppchen oder Rapunzel nicht nur
sofort erkannt, sondern sie wussten sogar die
deutschen Namen und waren in der Lage, den Plot
wieder zu geben. Also eigentlich alles be-kannt?
– Mitnichten, denn es passte ganz hervorragend, dass ich
für die nächste übung ein äußerst kurzes,
abseits von Europa aber wohl wenig bekanntes Märchen
ausgewählt habe: Und zwar das Märchen „Die Sterntaler.“
Obwohl die Sprachkneipe hauptsächlich in Japanisch
veranstaltet wird, habe ich mir hierauf ge-stattet, das Märchen
zusammen mit allen in Deutsch zu lesen. Dergestalt sollte der
spezielle Sound der Grimmschen Märchen verständlich
werden; die Teilnehmer lern-ten also was der Diminutiv ist,
wie Poesie konstruiert ist und
häufig auftretende Märchenphrasen.

Anschließend habe ich einen Vortrag über
die Herkunft der Märchen gehalten: Vor allem
die italienischen Märchen von Giambattista Basile
und die französischen von Charles Perrault
standen im Vordergrund. Tatsächlich waren
die Teilnehmer nicht wenig überrascht, herauszufinden,
dass die italienischen und französischen Versionen
keineswegs für Kinder bestimmt waren; und dass unsere
heutige Vorstellung von Märchen als Kinderlektüre
hauptsächlich auf die Bearbeitung der Gebrüder Grimm
zurück zu führen ist. Schließlich haben wir uns
noch einen alten Kinderfilm aus den 90er Jahren angesehen,
den ich übrigens als Kind des öfteren und mit
großem Vergnügen geschaut habe: Hänsel und Gretel.
Die etwas altmodische Inszenierung erheiterte die
Teilnehmer, überdies gewannen sie dadurch einen
Eindruck von der Vorstellung, die man in Deutschland
gewöhnlich mit Märchen verbindet.
Und hoffentlich zufrieden verabschiedeten sich alle in
die Weihnachtszeit. Und wenn sie nicht gestorben sind,
dann leben sie noch heute.


ドイツの文学の中で外国に一番“輸出”されたのは
どの本でしょうか?-世界中どこでも知られている
『グリム童話』です。童話集の中で一番有名な童話が
日本でもよく知られているらしい。その上、
Disneyのメルヘン映画のおかげで、『眠れる森の美女』、
『白雪姫』とか『ラプンツエル』などが世界中に有名になった。
誰でも知っているとドイツでも思われている。でも、童話の真実は
どうだろう? 今でも童話の出版の歴史を知っている人は
少ないでしょう?そして、童話とは一体何だろう?

今年最後のシュプラハ・クナイペで、そのような
質問をしようと思った。まず、参加者が一番有名な童話を
知っているか少し試してみた。驚いたことに、参加者は『赤ずきん』
と『ラプンツエル』の童話がすぐ分かっただけではなく、
内容もドイツのタイトルも知ってて、語って頂いた。
では、全てが知られているということか?-そうではない。
次の練習のため、ヨーロッパでは知られていても日本では
それほど有名ではない童話を選んだ。『星の銀貨』だ。
シュプラハ・クナイペは大体日本語で説明するイベントだけれど、
ある短い童話を皆様と一緒にドイツ語で読もうと思った。そうすれば、
『グリム童話』の特別な響きがわかるだろう。こうして、
参加者と単語の縮小形や詩の構造、童話に
よく使われる言い回しを学んだ。

その後、童話の起源についてのプレゼンをした。
例えば、イタリアのジャンバティスタ・バシーレと
フランスのシャルル・ペローの童話を話題にした。
イタリアとフランスのヴァージョンが本当は
子供向けの話ではなかったことを知って、参加者は意外に
感じたようだ。その上、現代の童話のイメージは
グリム兄弟が改編したことで作られた。最後に、
私が子供の頃、よく観て好きだった
90年代の古いメルヘン映画を分析した。
『ヘンゼルとグレーテル』だ。少し古い演出は参加者を
世転ばせた。そして、ドイツでの童話のイメージについて
理解したようだ。皆様うれしそうに去って行った。
これからクリスマスだから。めでたし、めでたし。

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