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(財)日独協会 事務局Blog





JG-シュタムティシュ:花見 JG-Stammtisch: Hanami 🌸 :: 2019/03/29(Fri)

Deutsch unten

お花見日和になりましたね!
今日の花見は練馬区の光が丘公園です。光が丘駅から公園に進み、
イチョウ並木(模擬店が並んでます)を進み、最後のお店「八ヶ岳スモーク」と
その先の公衆トイレまできたら、左に曲がってください。道から30mくらいの所に
ドイツ国旗を掲げています。
お待ちしてます!

Vom Hikarigaoka Bahnhof richtung Hikarigaoka-park. Habt ihr den Park erreicht,
folgt der Straße mit den vielen Essensständen bis zum letzten Stand (Yatsugatake-smoke).
Am dahinter liegenden Toilettenhaus, biegt ihr von der Straße 90 Grad nach links auf die
"Wiese". Nach ca. 30 Metern seid ihr bei uns. Achtet auf die große Deutschlandfahne am Baum!
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  1. シュタムティッシュ

JG-シュタムティシュ:花見 JG-Stammtisch: Hanami 🌸 :: 2019/03/29(Fri)

今日のお花見は開催します!!
12.30頃、このブログで詳しい場所を発表します。

Das Hanami findet statt!!
Um ca. 12.30 werden wir hier unseren genauen Standort bekannt geben.
  1. シュタムティッシュ

研修の終わり Ende eines Praktikums :: 2019/03/29(Fri)

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Letzte Woche bin ich auf den Berg Takao gestiegen.
Es war, trotz verhangenem Himmel, schon recht warm,
übrigens habe ich ohnehin nach den ersten paar
Schritten bereits zu schwitzen begonnen. Etwa eine Stunde
stieg ich solchermaßen hinan, dann war ungefähr die
Hälfte geschafft. überdies war die Sonne bereits im
Untergang begriffen, vor Einbruch der Dunkelheit musste ich,
noch fern des Gipfels, wieder zurück sein.
Deshalb mein Gedanke vor jeder Kurve: Jetzt kehre ich um!
– In Wirklichkeit aber folgte dann die nächste Kurve,
und die nächste, bis ich endlich auf dem Gipfel angelangt war.

Ich frage mich nicht, ob im Bergsteigen eine ähnlichkeit
zum Praktikum bei der JDG liegt, oder ob hierin eine richtige Metapher
für Mühe überhaupt liegt, ich frage mich nicht, weil ich die
Antwort schon kenne, weil ich weiß, wie sehr jeder Neubeginn einem
aufragenden Berg notwendig gleicht, wie man die Mühseligkeit,
die Erleichterung, auch die Unterstützung erst in der Rundschau auf
dem Gipfel völlig zu begreifen beginnt. Hier stehe ich nun, am Ende
meines Praktikums, vorüber ein ganzes halbes Jahr, und denke
über Anstrengung nach, ohne allerdings etwas zu finden, was mich besonders
erschöpft hätte; im Gegenteil war es ein hauptsächlich mit guten
Erfahrungen, mit Heiterkeit begangenes halbes Jahr, der Büroalltag war,
obwohl mir ungewohnt, rasch und fast mühelos Teil des Alltags geworden,
jeden Morgen spazierte ich von Shinjuku nach Shinanomachi
– und all diese Morgen sollen nun ein ganzes halbes Jahr ergeben.
War es aufgrund meines vorherigen Berufes, der mich nichts als
angestrengt hatte? Gut möglich, aber vielleicht bzw. eigentlich mit
Sicherheit, gebührt der Dank für mein erfolgreich absolviertes
Praktikum hauptsächlich den Mitarbeitern bei der JDG, welche mir neue
Erfahrungen ermöglicht, mich stets unterstützt, nie mich im Stich
gelassen haben; überhaupt begriff ich dadurch erneut, wie entscheidend
für Erfolg, weniger der Beruf, mehr als die aufgewendete Mühe, Mitarbeiter
sind, die einem dort helfen, wo man selbst, sei es aus Unvermögen, sei es aus
Mangel an Erfahrung, selbst nicht weiter kommt. Wohin werde ich von nun an gehen?
Zunächst einmal bleibe ich wenigstens in Japan, sogar in Tōkyō; aber dennoch,
trotz der offenkundigen Nähe, weiß ich genau: Die JDG wird mir fehlen,
ebenso die Veranstaltungen mit den großartigen Gästen, die mich vor
allem im Sprachcafé und in der Sprachkneipe immerzu unterstützt haben.
Die JDG ist gewissermaßen eine Familie, die zu besuchen mir hoffentlich hin und
wieder gestattet sein wird. Vorläufig allerdings verabschiede
ich mich und ziehe weiter.

Auf dem Gipfel des Berges Takao angelangt, konnte ich mich
dort nicht allzu lang aufhalten; denn der Weg zurück
musste in Betracht gezogen werden, in schnellem Lauf ging es
die Wege wieder hinab. Wie-der am Fuße des Berges angelangt,
hatte die Dämmerung noch lange nicht eingesetzt. Viele Wege
führen den Berg hinauf, ich werde daher gewiss noch öfters
vorbeischauen; gleichzeitig sehe ich vor Augen noch einmal den
Gipfel des Berges, und in der Ferne eine weitere, noch
größere Gebirgsmasse vor dem Himmel sich abzeichnen.


先週、高尾山に登った。曇っていたが、結構、暑かった。
少し登っただけで、すぐ汗をかき始めた。こんな調子で
1時間くらい登って、半分くらいまでようやく登れた。太陽が落ちて、
日が完全に暮れる前に、必ず山を下りたほうがいいと思った。でも、
山頂はまだ遠かった。曲がり角に来るたびに、いつも
「次で諦めて戻ろう!」と考えた。それでも、まだ曲がって、
曲がり続けて、山頂にやっと到着した。

山に登ることを日独協会の仕事やそこでの努力の比喩とできる、
とか、答えはもう分かるから議論する必要がない、とか言いたい
わけじゃなくて、新しいスタートにはいつも山のように苦労があって
当たり前だ。山頂に到着して、あたりを見回して初めて、仕事の苦労と
安心といただいた支援がやっとわかる。半年の研修という山を越えた今、
振り返って苦労を探してみても見つからず、逆にほとんどいつも明るく
楽しい半年間だったと気付いた。事務所で働く経験はほとんどなかったが、
無理なくすぐに慣れた。新宿から信濃町への道を歩いて通った毎朝が
積り重なって半年になった。そう感じるのは、以前の大変な仕事と
比べているからかな?そうかもしれないけど、でも、
研修をリラックスしてできたのは、主に私の立派な同僚のおかげだと思う。
いつも新しい経験をさせてもらえ、助けてくれて見捨てないでくれたから。
その上、改めて分かったのは、成功のために必要なことは、仕事や努力より、
手伝ってくれる同僚だということ。能力や経験が自分に足りず、
解決できない問題でも助けてくれた。これから何処に行けばいいかな?
とりあえず、日本で暮らして、東京に住むことにした。でも、日独協会は
近くにあっても、少し寂しくなると思う。いつもシュプラッハ・カフェと
シュプラッハ・クナイぺに参加して頂いたお客様にもお礼を言いたい。
参加者のおかげで、素晴らしい経験ができた。日独協会は大体、
家族のようだ。これからもたまに訪れたいと思う。でも一応、
さようならと言ってお別れする。

高尾山に登った後、山頂で過ごす時間があまりなかった。
帰り道も時間がかかるはずだから、速く下だり始めた。
山のふもとに戻った後でも、日がまだ全然落ちてなかった。
山に登るルートはいっぱいあるから、必ずまた来ると思う。
そう考えた瞬間、また山頂が目の前に浮かんで、
そして山の向こうの遠いところの次のもっと大きな山脈が見えた。

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  1. 未分類

シュプラッハ・カフェ:ヨーロッパの国家主義!Sprachcafé: Nationalismus in Europa! :: 2019/03/25(Mon)

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Ich erinnere mich noch an mein
erstes Sprachcafé im Oktober, es ging um
Deutschlands Rolle in der EU, wir saßen beisammen
und haben über Europa, die Geschichte Europas
und auch, gewissermaßen nebenbei, über das
Phänomen Nationalismus gesprochen. Damit sollte das
Thema nicht enden: Wohin auch immer sich die Diskussion während
der folgenden Sitzungen bewegte, ob Kultur, ob Postkolonialismus,
ob Literatur Thema war – immer ging es wenigstens unterschwellig auch im die
Frage nach der Nation bzw. deren Bedeutung für unsere
Wahrnehmung von der Welt. Nicht aus Notwendigkeit,
aber weil es nahe lag, habe ich daher für unser
letztes Treffen nochmals das Thema, diesmal ohne Umweg,
anbringen wollen: Nationalismus in Europa.

Zunächst einmal erschien es mir wichtig, darüber
nachzudenken, was der Begriff Nation denn nun überhaupt
bedeutet; fällt er doch im Alltag ständig und immerfort, aber,
da dem häufig kaum Beachtung geschenkt wird, auch beinahe lautlos.
Wir sagen Staat bzw. Nation und wis-sen gemeinhin gar nicht,
was wir meinen; jedenfalls drängt sich mir dieser Eindruck auf.
Folglich haben wir zuerst darüber gesprochen, inwiefern sich der
Nationenbegriff in den frühen Natio-nalstaaten, wie etwa dem
revolutionären Frankreich oder dem späteren Deutschen Kaiserreich
entwickelt hat; überdies wurde gefragt, in welchen Kontexten der Begriff
heutzutage für gewöhnlich Verwendung findet. überraschend war,
dass Nationalismus im z.B. 19 Jh. mit positivem Beiklang verwendet wurde,
wohingegen er heute, vor allem, wenn auch nicht ausschließlich,
in Deutschland, häufig negative Konnotationen weckt. Der Blick auf die
gegenwärtige politische Landschaft Europas führte uns
solchermaßen zu Italien (Lega und MoVimento 5 Stelle Koalition), über
Ungarn (Viktor Orbán), dann endlich zu Polens Justizreform unter der
PiS-Regierung und dem dadurch schwelenden Konflikt mit der EU; zuletzt
ging es noch über Un-abhängigkeitsbewegungen innerhalb von
Staaten wie etwa im spanischen Katalonien. Hierauf begann wieder die Diskussion
unter den Teilnehmern, wieder gingen Meinungen auseinander, aber wiederum
auch aufeinander zu. Und wie selbstverständlich sprach man schließlich
auch von Japans Rolle in Asien, zumal den Formen, die Nationalismus
im eigenen Land annehmen kann; denn welche Formen von Nationalismus
sollte man ablehnen? Welche nicht? Solchermaßen verlief die Debatte,
angelangt an dem Punkt, wo wir um die grundlegende Beschaffenheit
von Staaten sprachen.

Schlussendlich, es ist auch ein wenig bedauerlich, ging diese Sitzung
vorüber. Noch einmal haben wir unsere Meinungen ohne
Zurückhaltung, offen und ehrlich, ausgetauscht und auf diese
Weise einiges voneinander zu lernen vermocht. Zuletzt muss ich, wie schon
so oft, mein Erstaunen über das herausragende Niveau bekunden,
auf dem sich das Deutsch der Teilnehmer, auch unter nicht einfachen
Bedingungen, bewegt hat. Es war immer eine Freude und Bereicherung,
die Gespräche zu moderieren; mir bleibt nun nichts mehr als
zu hoffen, dass die Teilnehmer die nur angeschnittenen Gedanken nicht
etwa vergessen, sondern vielmehr behalten und, wann immer
möglich, weiterverfolgen und -entwickeln.
Beim nächsten Mal sprechen wir erneut darüber!





私が初めて行ったシュプラッハ・カフェをよく覚えている。
話題は「ドイツと欧州連合」だった。ヨーロッパとその歴史を
話して、そして、国家主義の現象もテーマになった。でも、
これでこのテーマについて終わったわけではなかった。
そのあと、何についてディスカッションをしていようが、
文化、ポストコロニアル論、文学、何について話しても、
いつもその裏で、国家主義と国家主義における世界の見方が
問題になっている気がした。特に必要ではなかったかもしれないけれど、
今までに話題になったテーマと近いので、最後のシュプラッハ・カフェで、
改めてダイレクトに「ヨーロッパの国家主義」をテーマにした。

まず、「Nation」とは一体どういう意味かと考えようと思った。
毎日、よく使われている言葉だけれど、意味がよくわからないままだから、
注意を向けられることなく通り過ぎている。普通、「Nation」や「Staat」を
使っているけれど、意味そのものが本当にはわかっていない。従って、
取り合えず「Nation」という単語はどこから来て、フランス革命やドイツ帝国で
発展し、どのような形になって行ったかを考えた。それだけではなく、
現代、どのコンテクストで「国民」や「Nation」という言葉がよく使われているか
議論した。面白いのは、昔は国家主義にはポジティブな響きがあったけど、
現代では大体(特にドイツでは)、悪い意味を含むこと。
ヨーロッパの政治状況を巡って、まずイタリア(北部同盟と五つ星運動の連立)
とハンガリー(オルバーン・ヴィクトル)とポーランドとその司法府改正
(法と正義の政党)と欧州連合との闘争も色々話した。それから、
国内の独立運動についても考えてみた。例えば、
スペインのカタロニアについてなど。そして、ついにディスカッションが始まって、
様々な立場で意見の違いも聞かれ、たまには皆が共有できない出来ない
意見も出て、幅広い議論になった。勿論、日本とアジアの立場も
テーマになった。自分の国でも、どんな国家主義の流れがあるかと
一緒に考えた。どんな国家主義はいいか?
どんな国家主義を拒んだほうがいいか?このようにディスカッションが
進行し、国とは何か、という根本的な話にまで発展した。

残念だが、シュプラッハ・カフェもとうとう終わってしまった。
もう一度、お互いに意見を遠慮なく闘わせることができて、
素直にオープンに話せて、色々勉強になった。また驚いたことには、
テーマがとても難しいのに、参加者のドイツ語のレベルはいつも
通り結構上級だったこと。シュプラッハ・カフェの司会をするのが、
私にとって、いつもとても楽しくて勉強出来る機会だった。私が一番願うのは、
参加者がシュプラッハ・カフェで、ちらりと勉強したことを
忘れずにこれからも考え続けることだ。再会したら、
また話そうと思うから。お疲れ様です!

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Spieltreff im Februar! Mit Fruchtbowle! 2月のゲーム交流会!フルーツポンチもあった! :: 2019/03/12(Tue)

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Es ist einer jener Tage, an denen die Sonne
bis in die Abendstunden scheint, der Staub sich
in der Luft über den Landstraßen mit dem Atem mischt,
und man, trotzdem die Stunde immer unbekannt bleibt,
pünktlich zur Arbeit aufsteht. Die Landstraße muss ja
gebaut werden, das Land erschlossen werden. Wälder,
Steinbrüche, ödland, die See, dazwischen, nur in der
Farbe unterschieden, manchmal Siedlungen oder Städte.
Wo befinden wir uns hier?
– Auf der Insel Catan, wo die Siedler um die kaum
vorhandenen Ressourcen kämpfen.

Auch Spieleguru Herr Endō blickt mit zweifelndem Blick
auf das schon fertig aufgebaute Brett: Es könne
Stunden dauern, bis das Spiel endet, er rate uns also
überhaupt davon ab. Unbeeindruckt beginnen wir dennoch
eine Partie. Nachdem die ersten Schwierigkeiten bezüglich
der Regeln überwunden waren, begann der Kampf um
Siedlungsgebiet, um das überleben, um Ehre. Recht bald wurde
ersichtlich, dass wir uns durchaus nichts schenken würden:
Mal wurde gehandelt, dann wieder sich gegenseitig in den Rücken
gefallen; Intrigen, Fallen, Hinterhalte – es gab alles, was Spaß macht,
wie immer übrigens, wenn wir zum Spieltreff aufrufen.

Unterdessen dirigierten Herr Endō und Herr Matsunaga das
Geschehen an den anderen Spieltischen; selbstredend war daher der
Vorrat an Spielen nahezu unerschöpflich. Hin und wieder drang
lautes Gelächter neben dem ein oder anderen ärgerlichen
oder erschrockenem Aufschrei bis an den Siedler-Tisch. Im übrigen
waren auch nicht wenige deutsche Teilnehmer erschienen;
zur spielerischen Auseinandersetzung, auch um Freundschaften zu schließen,
bietet sich hier stets Gelegenheit. Und über all dem schien die
fröhliche Sonne unserer Fruchtbowle.
Das Spiel der Siedler von Catan endete dann allerdings, entgegen
unserer Erwartung, doch vor Abschluss des Events. Es blieb sogar
noch Zeit, das nächste Spiel („Scotland Yard“) wenigstens anzufangen.
Zu diesem Zeitpunkt war übrigens die Fruchtbowle
bereits vollständig ausgeschöpft worden.



太陽が晩まで照りつけ、道には、空気に舞う埃と息が
混じりあい、時間を意識していなくても、仕事のために
時間どおりに起きる日々。道を造り、土地を開拓しなくてはならない。
森、石橋、石切り場、荒地、海の間に、色でのみ識別できる集落や町。
ここは、どこだろう?-開拓者が資源をめぐって戦うカタン島。

ゲームの“教祖”遠藤さんはやはり、準備されたゲーム盤を
怪訝な目で見ていた。このゲームは勝負がつくまで結構時間がかかる、
という意味だ。それでも私たちはゲームを開始した。
ルールがわかってくると、すぐに土地、生き残りと名誉をかけた戦いが
始まった。すぐに分かったのは、皆、やはり敵だということ。
たまに、交易をしても、すぐまた争いになった。陰謀、罠、
伏兵もよく使った。楽しめる理由は何が全て揃っている
ゲーム交流会は、いつも楽しい。

ずっと遠藤さんと松永さんは他のテーブルでゲーム指導をしていた。
おかげで、ゲームは次から次へと尽きることがない。
たまに、他のテーブルから楽しそうだったり
怒ったりする叫びが聞こえてきた。ちなみに、
ドイツ人も何人か参加したので、ドイツ人と友達になる機会にもなっただろう。
そして、ゲーム交流会の間、皆を喜ばせるフルーツポンチが
太陽のように輝いていた。最終的に、「カタンの開拓者」のゲームは
予想より速く終わってしまった。さらに続いて
「SCOTLAND YARD」というゲームをする時間が
あった。フルーツポンチはもう完全に飲み干されてしまった。

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Sprachcafé Februar: Terror! シュプラッハ・カフェ2月:テロ! :: 2019/03/07(Thu)

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Sooft man den Fernseher einschaltet,
die Zeitung aufschlägt oder auch nur ein
Gespräch über die tagesaktuelle Politik
beginnt, geht es darin häufig um Terror bzw. Terrorismus.
Was aber bedeutet Terror eigentlich – und woher kommen
unsere geläufigen Vorstellungen von Terror?
Darüber haben wir im Sprachcafé diesen Februar diskutiert.

Zunächst standen die am meisten verbreiteten
Bilder von Terrorismus im Vordergrund. Recherchiert man
oberflächlich nach Terror, so erhält man unweigerlich
die üblichen Nachrichten von islamistisch motivierten
Anschlägen, des Weiteren Bilder von Soldaten des Islamischen Staates,
Bin Laden oder sonst wie arabisch erscheinenden Männern;
anhand dieser Beispiele sowie des sogenannten 11. Septembers
haben wir daher auch über die Konstruktion von Feindbildern gesprochen.
Und: Was macht Terror überhaupt zu Terror, d.h. unterscheidet einen
Anschlag etwa von einem Amoklauf? Die Teilnehmer kamen vor allem
zu dem Schluss, dass Terror hauptsächlich als politische Strategie
funktioniert, wohingegen Amok kein eigentliches Ziel benötigt.
Hierauf wurde auch medial weniger präsenter Terrorismus
Gegenstand der Diskussion; etwa der Anschlag in Norwegen
durch Anders Breivik 2011, die Morde des deutschen NSU-Netzwerkes
und der Angriff mit Saringas auf die Tōkyōter U-Bahn 1995 durch den Ōm-Kult.
Dadurch wurde klar, dass Terror mitnichten immer islamistisch motiviert,
sondern auch durch Rechtsextremismus und andere Formen
religiösen Wahns gefährliche Formen annimmt. Unter Bezug auf
Jacques Derridas und Jean Baudrillards Thesen zu Terror, haben wir diskutiert,
ob Terror nicht wirklich hauptsächlich von den eigenen Reihen ausgeht,
durch militärische Gewalt also nur bedingt zu besiegen ist.
Auch über Linksterrorismus in Deutschland durch die RAF
haben wir gesprochen. Schließlich stand die unbeantwortet
gebliebene Frage im Raum: Was ist ein Held, was ist ein Terrorist?

Die Diskussion erfolgte hier vor allem mit Beispielen
aus der Geschichte:
Die Ermordung Cäsars durch Brutus, das
Stauffenberg-Attentat auf Hitler sowie unterschiedlich
bedingte Sichtweise je nach Freund-Feind-Standpunkt
führten zu manchmal durchaus leidenschaftlichen
Auseinandersetzungen. Im übrigen haben wir Terror
auch vor dem Hintergrund des „Grande Terreur“ der
Französischen Revolution besprochen.
Vielleicht klärt sich die Frage nach der
Funktion von Terror auch und vor allem dadurch,
unter welchen Umständen überhaupt
von Terror die Rede ist.


テレビをつけたり、新聞を読んだり、日常生活で
政治状況について話すと、いつでもテロ、
或いはテロリストが話題になる。
ではテロってどういう意味だろうか?
そして、私たちのテロに関する意識は元々どこから来たのか?
2月のシュプラッハ・カフェでは、これについて色々話した。

まず、一番よく知られているテロのイメージや画像について
考えてみた。ざっと調べてみると、テレビニュースで
流れていたのと同じような、イスラム教のテロや「イスラム国」の兵士、
ビン・ラディンやアラビア系の男の写真が出てくる。
アメリカ同時多発テロの例を挙げて、敵のイメージについても話した。
ここで問題になるのは、いったい何がテロをテロにしているか。
テロと無差別殺人は何が違うのだろう?テロではほとんどが
政治的な目的があるが、無差別殺人は特に目指すことがないと
参加者は考えた。それから、最近テレビで扱われないテロも話題にした。
例えば、2011年のノルウェーのブレイビク事件や、ドイツで起こった
国家社会主義地下組織が行った殺人と1995年の東京地下鉄サリン事件だ。
これらのことから、テロがいつもイスラム教と関係しているわけではないと
明らかになった。極右と他の宗教の狂信でもよくテロが起きてしまう。
哲学者のデリダとボードリヤールの、テロに関するテーゼを読みながら、
テロは外からでなく国内から起きるのではないかと議論した。つまり、
兵力で打ち負かすことが非常に難しいということだ。
ドイツの左翼RAF(ドイツ赤軍)のテロについても話し、
最後に、英雄とテロリストはどこが違うのかという疑問が生まれた。

主に歴史の例を用いての議論だった。
シーザーを暗殺したブルータスやヒトラー暗殺を
目論んだシュタウフェンベルク大佐の7月20日事件について
話すと同時に、立場によって友と敵のイメージは違うかと
熱心に話し合った。ちなみに、フランス革命の恐怖政治のテロ
についても話した。しかし多分、テロの機能より、
どんな状況や環境からテロが生まれるかを分析した方が良いだろう。

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